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See you in Canada!

Liebe Mitreisende,

das hat jetzt eine Weile gedauert, bis ich zum Schreiben komme. Wenn wir mit Bekannten oder gar Familie zusammen sind, gibt es keine Zeit dafür. Aber nun kommt der Bericht.

Wir kommen problemlos über die Grenze von USA nach Canada und nehmen Vancouver ins Visier. Am Stanley Park auf einem Parkplatz parken wir das Womo. Hier hat niemand etwas dagegen, wenn Leute nachts in ihren Autos schlafen. Dass man auf einem Parkplatz lediglich parken und nicht picknicken oder campen darf, versteht sich von selbst. Wir sind nahe beim Jachthafen und Leute joggen oder spazieren in großer Zahl das Ufer entlang. Nach einem Stadtrundgang (u. a. sehen wir die Vorrichtung für das Olympiafeuer der Olympischen Winterspiele 2010) bewegen wir uns gegen Abend zu einer bestimmten Adresse. Wir sind mit Manuel verabredet, ein Echterdinger Junge, der Sohn von Peters Cousin. Er lebt seit Jahren in Vancouver und ist mit einer Kanadierin verheiratet. Dort begrüßen wir mit großen Hallo (nach 6 Monaten) Stefanie und Norman und zu sechst verbringen wir einen lustigen Abend. Wir spazieren durch Vancouver zu den Beaches, essen im Cactus Club am English Bay Beach zum Sonnenuntergang, genehmigen uns ein riesiges Eis und beenden den Abend mit einem Absackerbier im Womo.

Am kommenden Tag holen wir  Norman und Stefanie von ihrem B&B ab, frühstücken am Straßenrand und holen dann das gemietete Wohnmobil der Beiden. Erstmal tätigen wir einen Großeinkauf im Supermarket. Dann geht es gemeinsam los auf die Fähre nach Vancouver Island. Unser Ziel ist Viktoria, die Hauptstadt der Provinz British Columbia (BC). Der Stadtkern um den geschützten Naturhafen bietet sich in viktorianischer Pracht dar; ein Bild typisch englischer Kolonialstadt. Wir haben uns zum Übernachten einen Parkplatz am Naturhafen ausgesucht, müssen aber feststellen, dass das Wochenende mit Jazzkonzerten usw. belegt ist und deshalb Flächen am Hafen für Musikveranstaltungen genutzt werden. Uns bleibt nur, der Enge und Menschenmassen zu entfliehen und außerhalb zu übernachten. Am nächsten Morgen kommen wir wieder und finden ausreichend Parkmöglichkeiten für die Wohnmobile. Ziel ist, an einem Whale Watching Trip teilzunehmen. Wir wollen vor allem die Orcas (Schwertwale) sehen. Es ist windig, das Wasser unruhig und der Trip soll drei Stunden dauern, so dass ich mich wegen meines Rückens nicht an der Fahrt beteilige. Dafür schieße ich Fotos von den Akteuren und der Akteurin. In der Zwischenzeit schaue ich mit die schöne Stadtmitte an. Als später das Boot mit den Leuten zurück kommt, sind alle total von den gesehenen Orcas begeistert. Und Whale Watching macht hungrig. Wir stellen uns an einer Fischbude mit einigen Metern Schlange an. Hier soll es einen sehr guten Fisch geben. Nach ca. einstündigem Warten sind wir endlich mit der Bestellung dran und genießen das gute Essen.

Die Fahrt geht weiter über Parksville, Port Alberni nach Tofino. Dort bleiben wir zwei Tage, waschen Wäsche, wandern ein bisschen, Norman uns Stefanie gehen auf Kanutour usw... Ein weiteres Ziel ist Ucluelet. Leider ist es trübe und regnerisch. Trotzdem können wir einen Trail am Pacific Rim laufen. Der für nächsten Tag geplante Trail fällt buchstäblich ins Wasser. Die Fahrt zurück Richtung Fähre nach Nanaimo unterbrechen wir an einem Wasserfall, dann aber wird es Zeit für die Fähre ans Festland Richtung Whistler. Es regnet weiterhin, so dass Whistler für uns nicht besonders attraktiv aussieht. Eben eine Winterskiort ohne Schnee und verregnet, allerdings mit einer schönen Bergwelt. Das Übernachten mit den Womos ist ebenfalls schwierig und teuer (70 CAN Dollar). Deshalb verbringen wir eine unruhige Nacht auf einem Parkplatz (No Overnight Parking!) in der Stadtmitte. Norman verschwindet eine Weile, um die Gegend mit dem Fahrrad zu erkunden. Nach dem gemeinsamen Frühstück beschließen wir weiterzufahren Richtung Clearwater und Wells Gray Provincial Park. Die Fahrt ist wunderschön, vorbei an grünen Tannenwäldern, Seen und Flüsse in Farben zwischen schlamm/grün/türkis/blau/eisblau. Die Moskitos werden zur Plage. Die Tage länger und die Nächte kürzer. Es ist eher kühl und regnet immer wieder, was die Freude an der schönen Landschaft etwas trübt.

 

Die Bären sind uns nahe. Wir gehen Trails, schauen Wasserfälle an; Norman und Stefanie sind auf einer Ganztagestour mit dem Canadier (Ruderboot) unterwegs. Zum Abschluss unserer Besuchs im Park reiten Norman, Stefanie und Peter  einen Rindertrieb auf Westernpferden. Was anfänglich als lustiger Ausritt beginnt, führt zu anstrengender Arbeit. Sie müssen die Herde zusammentreiben, aus den umliegenden Wäldern mit „Hey und Hut“ scheuchen, über Wiesen und Wege auf die neue Weide führen. Alles klappt und 3 neue Cowboys/-girl sind erschaffen.

Auf dem Weg nach Jasper sehen wir den Mount Robson und die umliegenden Giganten bei strahlendem Sonnenschein und sind beglückt von deren Schönheit. An diesem Ort, nach einem letzten gemeinsamen Frühstück, überrascht uns zum Abschied ein Schwarzbär der über den Campground spaziert. Wie schön. Wir wollen Richtung Alaska und fahren nordwärts, die Beiden sind Richtung Süd-Ost nach Jasper und Banff unterwegs. Elf schöne Tage!

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