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Wyoming, Montana, Idaho, Oregon, Washington und „Have a nice Hike“

Diese Staaten sind grün, saftig, die Wiesen sind prall mit Blumen und Blümchen übersät die Wälder enorm - Wunderschön. Wir erleben in unserer USA-Zeit mehrere Frühlinge, je nachdem in welcher Klimazone wir sind. Oregon hat nur einen National Parks. Es ist ein Bundesstaat mit großen weiten Flächen für Viehwirtschaft. Korn wird ebenfalls in großem Umfang angepflanzt. Die Bäche und Flüsse sind voll; Wasserfälle beeindrucken durch die Fülle und Kraft des Wassers. 

Vom Yellowstone reisen wir nach Oregon, um den Hells Canyon zu besuchen. Über die Städtchen Enterprise und Joseph kommen wir in den Canyon, der es mit seiner Tiefe mit dem Grand Canyon aufnehmen kann. Weit unten windet sich der Snake River durch das Tal. Wir folgen der rauen, aber schönen Gebirgslandschaft bis zum Oxbow Dam und dann weiter in das Dorf Halfway. Dort kennt jeder jeden und neue Leute werden sofort integriert. Das können wir hautnah bei unserem Aufenthalt erleben: Germany und das Wohnmobil sind der Hammer. Nach einem guten Essen und einigen Gesprächen werden wir bis zum/ins Womos begleitet. Wir bekommen diverse Empfehlungen zur Weiterreise, die wir uns merken. Über Baker City, John Day, Mitchell landen wir schließlich im „John Day National Monument, Painted Hills Unit“. Aus den Grasebenen erheben sich sanfte Hügel aus verwitterter Vulkanasche und Lehm, buntgestreift und mit unglaublichen Farbverläufen. Die Painted Hills sind vor 39 Mill. Jahren bei einem Vulkanausbruch entstanden. Im Gegenzug wurde ein riesiger Regenwald vernichtet. 

Auch die Fahrt ins Hinterland ist wegen der Farbigkeit und der grünen Umgebung ein Erlebnis. Wir übernachten dort an dem malerischen Verlauf des John Day Rivers.

Noch eine kleine Geschichte: Wir informieren uns  im Visitor Center des John Day NM. Eine junge Rangerin spricht mit uns und zum Ende des Gespräches kommen von ihr ein paar deutsche Worte. Es stellt sich heraus, dass sie vor Jahren als Au-pair in Deutschland war: in Ingelheim. Wer mich besser kennt weiß, dass ich aus Gau-Algesheim komme, der Nachbarstadt von Ingelheim. Ist die Welt nicht klein?

Das Wetter bessert sich, die Sonne kommt häufiger und wärmt uns auf. Unser weiterer Weg führt uns weiter über Sisters zum Clear Lake. Dort bleiben wir zwei Tage in einem National Forrest. Unweit vom See fließt der Mc Kenzie River mit den Sahalie Fall und den Koosah Fall. Wir gehen morgens los, umrunden den halben Clear See, um dann weiter zu den Falls zu kommen. Das Wetter ist super, der Fluss schlängelt sich rauschend durch die grüne Landschaft. Die Luft ist gut und das Herz wird weit. Hier kann man Frieden erleben ... solange man keine Nachrichten im Internet liest!!!

Und es geht weiter Richtung Portland. Wir suchen eine Möglichkeit, das Auto ab Ende September unterzustellen. Auf dem Weg dorthin wird es immer wärmer/heiß und wir fahren durch fruchtbare Landschaften mit Gemüseanbau, Weinanbau, Hopfen, Baumfelder auf denen Walnüsse wachsen und Tannenbaumzucht. Tannenbäume in allen Größen... wohl für Weihnachten. Wir fahren verschiedene Orte an, die RV-Storages anbieten. Bei 36 Grad Hitze (!) verlässt uns die Lust auf eine weitere Suche und wir glauben mehrere geeignete Möglichkeiten gefunden zu haben. Deshalb – und wegen der Hitze – beschließen wir einige Tage an den Pazifik fahren. Dort lässt es sich mit Wind und Wasser die Hitze besser aushalten. Unser Navi, das uns den Weg weist, ist sehr aufgeheizt und Peter setzt die Klimaanlage des Autos in Betrieb und.... es kommt keine kühle oder kalte Luft durch die Schlitze. Na toll, „ebbes isch halt emmer“. Wir halten an, probieren hin und her, um schließlich im Internet nach einer Werkstatt zu suchen, die das Problem beheben kann. Tschüss Meer, wir fahren in das 100 km weiter weg gelegene Beaverton. Wir finden die Werkstatt und werden auch gleich angenommen (toll). Es ist brütend heiß und der Werkstattleiter schickt uns in das nächstgelegen Café. Dort gibt es eine funktionierende Klimaanlage. Nach 2 Stunden bekommt Peter die Rechnung der Reparatur per Email auf sein Handy und wir –total froh- gehen zurück zur Werkstatt. Die Rechnung ist zwar da, aber das Ersatzteil wird für den Folgetag aus Kalifornien erwartet. Wir können die Nacht auf dem Parkplatz der Firma verbringen. Um 17 h sind die Schotten der Werkstatt dicht. Um die Zeit zu nutzen fahren wir zur nächsten Wäscherei, um unser Bettzeug und Kleidung zu waschen. Um 20:00 h ist es immer noch heiß (38 Grad). Das wird eine heiße Nacht. Morgens gegen 8:30 h kommt per Bote das Ersatzteil, um 11.00 h ist das Auto fertig und wir auf dem Weg in die Berge.

Zunächst geht es den riesigen Hood River entlang, den wir überqueren um auf die weniger frequentierte Seite Washingtons zu gelangen: der letzte amerikanische Bundesstaat vor Canada. In die Berge... damit ist die Cascade Range gemeint, eine Berglandschaft, die sich bis hoch in den Norden zieht. Auf unserem Weg durch wunderbaren, dichten Tannenwald schimmern schneebedeckte Berge vom Mount Adams, Mount St. Helens und jede Menge anderer Riesen. Der größte ist der Mt. Rainier mit ca. 4 500 m und 30 Gletschern in seiner Umgebung. Er bildet gleichzeitig den höchsten Punkt Washingtons. Wir stehen im Schnee, in der Sonne und das Wetter ist angenehm kühl. Diese Wetterwechsel sind zeitweise sehr extrem und wir müssen ständig die Klamotten wechseln.

 

Wir haben jetzt verstärkt Canada im Kopf. In vier Tagen sehen wir einen unserer Söhne mit Frau in Vancouver; wir freuen uns sehr auf die Beiden.

 

See you in Canada!

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Kommentare: 1
  • #1

    Die Fischers (Freitag, 21 Juni 2019 20:30)

    See you inCanada - sehr gerne !!! Wir beneiden euch immer noch!!! Und sooooo tolle Bilder!! Wir sind jetzt unterwegs nach Norwegen! Und bleiben trotzdem bei euch!! Ganz liebe � Grüße Karin und Horstl

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