Foz do Iguacu – Guarapuava – Curitiba – São Francisco do Sul – Pomerode – Florianopolis/Ilha de St. Catarina - Praia da Solidao

 

Wir bleiben einige Tage in Foz do Iguacu, denn es regnet weiterhin. Ich hatte mit Aussicht auf Wetterbesserung Wäsche gewaschen und diese hing jetzt tagelang nass im WOMO herum. Gegen Ende der Woche wurde aus dem feucht-heißen ein kühleres Klima. Nachts wurde es angenehm kühl. Diese Wetterwechsel setzten uns etwas zu. Abgelenkt sind wir durch andere Womo-Gäste, mit denen wir in einen anregenden Austausch und schöne Stunden erleben. Ralf und Lilo (Schweizer) kommen aus Uruguay und Brasilien und können uns ein paar gute Tipps für die Weitereise geben; ebenfalls Martin aus Calw , der bereits einige Jahre den Kontinent bereist.

Auf dem Campingplatz erleben wir die Womo-Welt Brasiliens. Es sind riesige Teile, 12-15 m lang, mit Seitenteile, die ausgefahren werden können und Autos, die sie an einer Anhängerkupplung hinter her ziehen.

 

Uns treibt die Wetterlage am Ostersonntag weiter. Wir wollen noch ein paar Tage vor der Heimreise am Atlantik verbringen, das feuchte Klima hinter uns lassen und Sonne tanken.  Brasilien ist ebenfalls ein weites, riesiges Land. Auf unserer Strecke ist es hügelig, sehr grün, bewachsen mit subtropischen Bäumen und Pflanzen. Sehr viel Landwirtschaft, riesige Anbauflächen mit Mais und Getreide; die Bauern ernten z.Zt. das Korn. Es wird portugiesisch gesprochen und das ist manchmal schwierig.

Aber wir treffen auch immer wieder Leute, die „Deitsch“ sprechen können. So bekamen wir auch Hilfe auf Deutsch bei der Auswahl des Essens. Wenn wir Hunger haben halten wir unterwegs bei einer Churrascaria/Lunchete und essen in der Zeit zwischen 12:00 h und 13:00 h sehr günstig zu Mittag. Es gibt ein Buffet mit gebratenem und gekochten Fleisch, Fisch und Huhn, dazu Salate und Gemüse, Reis mit Bohnen, Fritten und Maniok, süßen Nachtisch und Fleisch von der Parilla, an dem man sich mehr als satt essen kann. (zwischen 2 - 6 €/Person und Auswahl)

Wir fahren die Strecke (700 km) in 2 Tagen an die Küste. Nun stehen wir in São Francisco do Sul auf dem Gelände des brasilianischen Militärs, direkt in einem Park unterhalb des Fort Marechal Luz (bestückt mit alten Kanonen und sonstigen Kriegsgeräten) und einem Militärmuseum. Die Empfehlung für diesen Platz haben wir aus dem Internet, sind aber bei unserer Ankunft völlig verunsichert da dies hier militärisches Gebiet ist. Peters Palaver mit den Soldaten am Eingang führt dazu, dass sie die Einfahrt öffnen und uns auf einen Motorhomeplatz verweisen, wo bereits zwei brasilianische Womos stehen. Das Gelände ist sehr idyllisch angelegt mit kleinen Häusern und Ferienwohnungen und direkten Zugang zum weißen Strand. Später verstehen wir, dass diese alte Anlage ein Erholungsgebiet für Militär- und Polizeiangehörige ist und nur noch eine Radarstation betrieben wird.

Es gefällt uns so gut, dass wir einen weiteren Tag bleiben. Wir sind hier freundlich aufgenommen, viele interessieren sich für uns, wollen uns und unsere Reisepläne kennen lernen. Peter kriegt Kopfweh vor Anstrengung, denn er versucht das Portugiesische mit dem Spanischen zu verknüpfen, um wenigstens in Ansätzen etwas zu verstehen. Oft werden wir auf Grund Peter’s Spanisch anfangs für Argentinier oder Chilenen gehalten(!)

 

Inzwischen sind wir weiter südwärts in Städten wie Pomerode und Blumenau gelandet, quasi in Deutsch- Brasilien. Das hat man uns unterwegs schon gesagt, dass alles eingedeutscht ist, denn hier leben viele Menschen (in Blumenau 90%), die deutsche Vorfahren haben und die deutschen Sitten und Gebräuche erhalten wollen. Die Leute heißen Franz, Ingo, Elise, Inge, Schulz, Veit, Trapp, Hannemann und freuen sich, mit uns deutsch sprechen zu können... im Supermarkt, beim Bäcker, beim Metzger usw. Sie sprechen uns auf der Strasse an, wenn wir irgendwo Halt machen. Die Männer, Frauen, Kinder sind überwiegend hellhäutig, mit braunen, roten und blonden Haaren. Es gibt Restaurants zur Waldesruh, zu Frau Diekmann, Wunderwald usw...

In Pomerode  können Motorhome’s auf dem Parkplatz vor der städischen Turn- und Festhalle stehen. Kostenlos! Gutes WIFI. WC und Dusche stehen in der Turnhalle zu Verfügung. Alles Bestens und wir bleiben – zusammen mit zwei jungen Familien aus Frankreich und Belgien – 2 Nächte. Auch hier nette Kontakte mit Brasilianer, die fließend Deutsch sprechen konnten.

 

Das Wetter ist schon seit Tagen unbeständig, vorwiegend bewölkt, feucht-heiß mit starken Regenschauern in der Nacht. Wir fahren deshalb weiter an die Küste. Denn laut Wetterapp. Soll das Wetter dort meist gut sein – und so ist es auch. Momentan stehen wir den 2. Tag auf einer Wiese direkt am Meer. Morgens sehen wir den Fischern beim Einholen der Fische zu. Die Leute in dem kleinen Ort haben uns herzlich aufgenommen und kümmern sich um uns. Auch hier wieder: deutschsprechende Leute kommen zu uns, bewundern das Womo, wollen wissen, wie man mit einem Womo nach Brasilien kommt und wie es uns hier gefällt.

 

Heute ist Peter’s Geburtstag. Um unsere whatsapp abzurufen gehen wir in eine kleine Imbissstube (hier Lunchete genannt). Dort wird uns der Zugang ins Internet ermöglicht. Und beim Mittagessen kamen dann all eure Glückwünsche durch’s Netz. Peter kam bei der Beantwortung ganz schön ins schwitzen(!)

 

Am 28.04.2016 geht der Flieger von Buenos Aires nach Frankfurt a.M.. Die Planung ist, dass wir bis 20.04. in Uruguay sind und dort das Auto winterfest machen, dann gfls. ein paar Tage in Buenos Aires bis zum Abflug verbringen.

 

Voraussichtlich wird es keine spannenden Berichte aus unserer letzten Zeit im Blog mehr geben. Aber schauen wie mal!

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