Salta – Alemania – Quebrada de la Conchas – Cafayate – Quilmes – Catamarca – Campo de Piedra Pomez

Von Salta aus fahren wir die Ruta 68 Richtung Cafayate und kommen dabei an einen Ort, der Alemania heißt. Wir fahren natürlich hin und finden ein Bahnhofsgebäude. Der letzte Zug ist vor 43 Jahren gefahren. Ansonsten ist der Ort sehr klein. Nach Alemania kommen wir durch eine wunderschöne Schlucht, der Quebrada de la Conchas. Die hohen roten Berge über einem saftigen grünen Tal mit den verschiedensten Formationen. Leider ist das Wetter schlecht zum Fotografieren, so dass es nur wenige Fotos gibt. 

 

Wir übernachten in Cafayate und sind umgeben von Weinbergen. Cafayate hat ca. 12 000 Einwohner und gilt als zweite Weinhauptstadt Argentiniens. Es liegt auf einer Höhe von 1683 m und dort werden die höchsten Weine der Welt gekeltert – vor allem Malbec und Cabernet Sauvignon. Wir gehen abends ins beschauliche Städtle essen und trinken natürlich hiesigen Wein.

Wir fahren weiter zu den Ruinas de los Quilmes, den Ruinen der Quilmesindianer. Sie sind besonders interessant, weil es wenig architektonische Zeugnisse aus der Zeit vor der Besiedlung durch die Spanier gibt, die bekanntermaßen die Indianer vertrieben oder vernichtet haben.

Auf unserem weiterem Weg sehen wir Zeichen der Verehrung der „Pachamamma“, die Mutter Erde, die weibliche Göttin der Erde und der Fruchtbarkeit. Diese Verehrung findet vor allem in den andinen Provinzen des Nordwestens statt. (siehe auch Loose, Seite 113/Argentinien)

Dann geht es den weiten Weg in die Berge, wahrscheinlich zum letzten Mal, in der Catamarca: einsam, wild, staubig, weit, wunderschön... Indianerland! Sie ist touristisch kaum erschlossen – und so sieht auch unser Weg aus. Wir treffen unterwegs kaum ein Auto. Die Straße ist bislang weitgehend super asphaltiert. Nach dem Abzweig in Richtung Campo de Piedras Pomez, die letzten 30 km, haben wir wenn überhaupt eine Schotter- oder Sandpiste. Meist suchen wir uns den Weg abseits, um dem mörderischen Wellblech zu entgehen. 2-mal müssen wir umkehren, da wir befürchten im Sand stecken zu bleiben und öfters prüft Maria den Untergrund bevor Peter mit Anlauf und bangem Herzen den Sand durchwühlt. Aber – wir schaffen alle Hindernisse und erreichen unser Ziel! Das 4x4-Team hat sich gefunden.

Am Ziel unseres Weges sehen wir eine riesige Ebene mit weißen, bimsartigen Felsen in den unterschiedlichsten Formationen,

umgeben von dem schwarzen Sand/Lavagemisch des Vulkans. Wir sind wieder einmal tief beeindruckt von der Höhe (alle um die 5000 – 6000 m hoch), der Verschiedenartigkeit und den Farben der Berge. Die Landschaft wechselt immer wieder: Sandwüste, Steinwüste, Sanddünen im Hochgebirge, spärlich bewachsene Flächen, grüne Oasen, grüne Flusstäler, ausgetrocknete Lagunen und Flussbette. Tagsüber ist die Sonne intensiv und heiß (wir müssen uns sehr schützen), nachts ist es kalt, die Luft klar und der Sternenhimmel gigantisch.

Wir übernachten in absoluter Einsamkeit!

 

Am Morgen geht es den gleichen Weg zurück und wir genießen dabei die Landschaft. Wir fahren Richtung San Miguel de Tucuman. Je näher wir kommen, umso flacher und grüner werden die Berge. Wir stoppen für die Nacht in Talfi de Valle, ca. 60 Km vor S.M.Tucuman. Hier versuchen wir die nächsten Infos für Euch einzustellen.

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