Santiago de Chile – Valparaíso – Paso Bermejo (3000 m) Argentinien– Mendoza – über San Juan nach San Agustín – Parque Provinicial  Ischigualasto – Parque Nacion

Schreibblockade!??? Oder ist es einfach zu heiss?

 

Seit mindestens einer Wochen bewegen wir uns nach Norden und es wird immer heißer: zwischen 30-35 und manchmal sogar 40 Grad. Wenn es nachts kühl ist, ist die Hitze tagsüber eher zu ertragen, aber die heißen Nächte im WOMO sind anstrengend. Das geht nicht spurlos an mir vorbei. Deshalb werde ich teilweise nur kurz über verschiedene Orte berichten.

Aber zuvor:

Besuch aus Deutschland: Renate ist für drei Wochen mit auf Reise.

 

Wir haben sie am 7.2.16 in Santiago am Flughafen abgeholt. Als WOMO-Neuling hat sie sich erstaunlich schnell an das enge, einfache Leben gewöhnt. Die Enge braucht von allen Toleranz und Rücksichtnahme. Der Platz für Kleidung und persönliche Dinge ist sehr begrenzt. Wir müssen Ordnung halten, damit wir die Sachen immer wieder (manchmal auch schnell) finden. Vor jeder Fahrt muss alles sicher verstaut und verschlossen sein, damit keine Gegenstände herumfliegen und nichts zu Bruch geht. Das hat sie alles rasend schnell gelernt.

Aber vielleicht berichtet sie Euch selbst, wie das Einleben in einen WOMO-Alltag gelingt.

 

Und immer noch beschäftigt uns die Frage, wie der defekte Stoßdämpfer vorne links möglichst bald ausgetauscht werden kann...

Nachdem Renate ins Auto gepackt ist, fahren wir zur Daimler-Werkstatt. Wir wollen nochmal nachfragen, ob es tatsächlich in Chile keine Stoßdämpfer für unser Auto gibt. Und es wird wiederum bestätigt. Es  gibt keine Sprinter mit Allrad in Südamerika, deshalb auch keine Ersatzteile, bzw. erst nach 1-monatiger Lieferung aus Europa. Das Gleiche wird uns später in Mendoza (Argentinien) bestätigt. Deshalb werden wir von Deutschland aus eine Lösung suchen und solange mit dem defekten Stoßdämpfer weiter reisen. Thema abgehakt!

 

Santiago de Chile hat uns nur kurz gesehen; es war einfach zu heiß für die Stadt. Wir entscheiden uns für das Meer und fahren Richtung Valparadíso. Unterwegs übernachten wir am Lago Peñuelas. Es ist angenehm kühl nach einem heißen Tag.. Um uns herum lagern, grillen und fischen argentinische Familien, die mit dem Sonnenuntergang alles zusammenpacken und wegfahren. Wir haben den Park für uns alleine. Morgens – wir trauen unser Augen nicht – geht alles von vorne los. Ziemlich früh – zum Fischen – Grillen usw.. kommen nach und nach Scharen vorn Pickups und sonstigen Autos. Dazu gibt es einiges Bildmaterial.

 

Es geht weiter zur Stadt Valparaíso, die auf uns einen bunten und quirligen Eindruck macht. Die Stadt liegt an einem steilen Hang. Es gibt ca. 80 Aufzüge, die Menschen von unten (Hafen, Meer) nach oben zu transportieren. Leider sollen viele Fahrstühle altershalber nicht mehr in Betrieb sein. Wir wollen gerne mit einem funktionierenden Aufzug in die Höhe fahren, verpassen ihn aber. Dafür laufen wir den Berg hoch und sehen farblich fantasievoll gestaltete Häuser. Es ist leider bewölkt, und heiß.

 

Von Valparaíso fahren wir zum Paso Bermejo (3000 m) Richtung argentinienische Grenze. Wir geraten in eine wunderbare Bergwelt. Es sind Giganten um uns herum mit Höhen von 6960 m (Cerro Aconcagua) und 5180 m (Cerro Juncal)...  Wir übernachten völlig einsam in einem Nebental und sehen Sterne zum Greifen nahe und morgens einen wunderbaren Sonnenaufgang. Wir überqueren den Pass und erledigen die Aus- und Einreiseformalitäten. Diesmal wird die Fruchtkontrolle penibel durchgeführt.

 

Entlang dem braunen Gewässer (Mineralien und Erde) des Rio Mendoza gelangen wir zur Stadt Mendoza. Wir übernachten 2 Nächte auf einem Campingplatz und nehmen uns die Zeit, die Stadt anzusehen: ca. 115 000 Einwohner, sehr grün und an diesem Tag sehr heiß. Wir nehmen einen Turi-Bus und lassen uns zu den Sehenswürdigkeiten fahren. Gegen Nachmittag erlaufen wir uns die Stadtmitte.

Die Provinz Mendoza und Mendoza selbst zeichnen sich aus durch weite Weinfelder. Es soll hier der beste Wein Argentiniens angebaut werden. Eigentlich müssten wir unbedingt einige der Bodegas ansteuern und Weine – vor allem der berühmte Malbec – probieren, aber es ist zu heiß und wir haben keine Lust auf Alkohol. Maximal ein kaltes Bier!

 

Parque Provincial Ischigualasto und Parque Nacional Talampaya

Wir fahren in den Parque Provincial Ischigualasto ins Tal des Mondes, ein UNESCO-Weltnaturerbe „Valle de la Luna“. Vor etwa 251-199 Mio. Jahren streiften Dinosaurier durch eine üppige tropische Landschaft und bis heute werden Funde von Ihnen gefunden. Das extreme Klima hat die Erosionslandschaft sehr eigenwillig geformt.

Der Park kann nur mit eigenem Auto, angeführt von einem Ranger, durchfahren werden. Auf der 40 km langen Rundfahrt können wir super Fotos machen.

Am nächsten Tag geht es in den benachbarten Parque Nacional Talampaya. Dort dürfen wir auch nicht alleine unterwegs sein, sondern müssen für viel Geld im Bus in die Berge fahren, um die Sandsteinformationen anschauen zu können. In den hohen Bergen nisten Vögel, u.a. Papageie die lautstark durch die Lüfte schweben.

 

Passo Aqua Negra

Peter’s Wunsch ist die Überquerung des Passes Aqua Negra in schwindelnder Höhe von 4735 m. Dazu müssen wir wieder einmal die Länder wechseln, also von Argentinien nach Chile. Die Fahrt ist sehr beeindruckend. Um uns herum sind Berge bis zu 7000 m (Cerro Los Olivares 6250 m; Cerro de las Tortolas 6332). Je höher wir uns in die Höhe schrauben, umso abwechslungsreicher sind die Gesteinsformationen.. Die Berge schillern in Farben wie  gebrochenes Weiß, Ocker, Rottönen, Braun, Grau, Grün... Kurz vorm Pass sehen wir Felder mit „Büßerschnee“ den ihr Euch am Besten auf den Fotos anschaut. Von der argentinischen Grenze über den Pass und zur Grenzstation der Chilenen sind es insgesamt 140 km; Wir sind ca. 6 Stunden gefahren. Auf der Passhöhe wurde uns etwas schwindelig – die dünne Luft machte uns doch zu schaffen. Das Auto hat alles mitgemacht, hatte aber ab 4500 m auch mit der dünnen Luft zu kämpfen – Anfahren auf einspuriger Schotterpiste nur mit Vollgas und Hoffen und Bangen.

 

Falls Ihr mehr zu einem Thema wissen wollt, meldet Euch!

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Kommentare: 2
  • #1

    Wolfe (Dienstag, 16 Februar 2016 23:25)

    Hi ihr 2 das ist ja alles seeeehr abenteuerlich, wenn ihr einen stossdämfper braucht , die schlüsselnummer und eine Anschrift wo ich den hinschicken muss, lg Wolfe

  • #2

    Franky (Sonntag, 21 Februar 2016 13:38)

    Hallo Ihr Lieben, klingt wie immer toll und beeindruckend. Kann mir gut vorstellen das die Luft da oben schon sehr dünn ist.
    Wegen der Stossdämpfe,r kann ich auch nochmal bei MB nachfragen ob es möglich ist, diese zu einem Mercedes Partner in Chiele innerhalb der Organisiation, zu versenden. Dazu brauche ich aber Angaben wo der Einbau stattfinden soll.
    Liebe Grüße Franky

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