Lago Ranco - Panguipulli - Lago Rińihue - RN Mocho/Chohuenco - Lago Netulme - LagoCalafquén - Eco Termas Rio Blanco

 

 Und weiter mit den die Landschaft beherrschende Vulkanen, Seen, Termen...

 

Zunächst legen wir am Lago Ranco eine 2 tägige Pause in einem Weiler namens Riñinahue. Ein total naturbelassener, kaum zufindender Campingplatz, direkt am See, mit viel Ruhe, Platz und urlaubenden Chilenen. Superschön.

 

Wir steuern als nächstes die Zwillingsvulkane Mocho und Choshuenco an. Nach Karte geht ein Weg am Lago Riñihue entlang dorthin. Er ist als Schotterweg ausgezeichnet und fährt sich auch so. Kurz vorm Ziel, nachdem wir ca. 20 Km gehoppelt sind, stellt sich heraus, dass der Weg unbefahrbar ist. Wir kommen mit dem WOMO nicht durch: zugewachsen, zu eng, extrem holprig. Wir entschließen uns zähneknirschend zur Umkehr und übernachten in Panguipulli!

Erneut machen wir uns auf den langen geschotterten Weg zum Reserva Nacional Mocho-Choshuenco. Der Vulkan Choshuenco ist erloschen, aber der Mocho war 1937 letztmalig aktiv. Und es gibt die Möglichkeit, ziemlich dicht an den Krater des Mocho zu gelangen. Wir finden schließlich den richtigen Weg dorthin. Er ist einsam, führt in engen Windungen den Berg hinauf, mit zugewachsenem Wald, Blumen und Schilfsträucher. Es geht 1000 m hoch und Peter schaltet den 4 x 4-Antrieb des Autos ein. Irgendwo in diesem Wald steht ein junger Mann der dringend ins Reservat muss. Wir nehmen ihn mit und er erzählt uns, dass er 10 Tage im Nationalpark arbeitet. Er ist 24 Jahre alt und aus der Nähe von Valparaíso. Kurz vorm Ziel überholt uns am Mirador ein Kleinbus und unser Mitreisender zeigt ganz aufgeregt auf seine Gruppe. Mit uns kommen also ca. 50 junge Menschen an vorwiegend im Alter um die 20 Jahre herum. Sie bauen ein Camp auf und wir sind mitten drin. Ihr Ziel ist es, in den nächsten 10 Tagen Aufbau- und Räumungsarbeit im Park zu leisten. Aber zuerst geht es ans Kennenlernen. Wir hören um uns herum viel Gelächter und Getrommel. Morgens wird zum Aufwachen getrommelt, wenn es Essen gibt wird getrommelt... trommel, trommel... Ein buntes, munteres und nettes Völkchen.

 

Und die Bremsen... ich meine die, die um uns rum schwirren. Ekelhaft!

 

Morgens früh ist es schon ziemlich heiß, und wir wandern Richtung in Krater des Vulkan Mocho. Und dicke fette, bunt schillernde Bremen umschwirren uns. Mir sind sie schon am Abend aufgefallen.

Einer der jungen chilenischen Leute stellt sich uns vor und bietet sich als Dolmetscher an, falls wir Fragen hätten. Er spricht quasi fehlerfrei Deutsch. Sein Großvater väterlicherseits ist ausgewandert und er hat die deutsche Schule besucht. Wegen der Bremsen sagt er, dass sie überall seien, lästig, aber nicht gefährlich (übertragen keine Krankheiten, aber beißen). Na, soll mich das trösten. Auf jeden Fall umschwirren uns diese Viecher in Scharen wärend unserer 2 stündigen Wanderung zum Vor-Krater des Mocho und ich gerate zeitweise in Panik. Sie sitzen überall am Körper und wir schlagen ständig um uns. Wir bringen so viele wie möglich um! Mückenabwehrspray kann man sich schenken. Peter gibt mir sein Langarmhemd, das er zum Wechseln dabei hat und damit ist es für mich etwas erträglicher. Ich bin so sehr mit der Abwehr der Bremsen beschäftigt, dass ich kein Blick für die Natur und ihre Schönheit habe. Oben angekommen haben wir eine Weile unverständlicherweise Ruhe und freuen uns an dem Ausblick. Im Tal sind Wolken aufgezogen und bedecken Seen und Landschaft aber wir stehen in der Sonne. Sozusagen über den Wolken! Bis ich zum Auto zurück komme, verteidige ich mich erfolgreich. Aber dann – ich bin kurz unaufmerksam – erwischt mich eine an der Wade! Und nicht gelogen, ich hatte eine juckende und runde rote Fläche von mindestens 5 cm!

 

Wir fahren weiter auf einer, anstrengende Schotterpiste durch ein landschaftlich schönes Tal zum Lago Calafquén mit wunderschönen Ausblicken auf den noch aktiven Vulkan Villarrica (2840 m) und seiner immerwährenden Rauchsäule. Wir machen Quartier am Lago Calafquén.

Zur Versorgung (Tanken, Einkaufen usw...) fahren wir weiter nach zum Ort Villarrica. Dort haben wir eine Bäckerei gefunden, die Schwarzbrot im Angebot haben, das wir natürlich gekauft haben und mit Wonne essen.

Unser weiteres Ziel sind die Eco Termas Rio Blanco. Die Fahrt ist ein landschaftlicher Genuss. Auf den letzten Metern müssen wir allerdings erneut den Allradantrieb einschalten und zu guter Letzt noch mit dem Beil Äste kappen, damit wir weiter fahren können.

Angekommen, sehen wir bekannte Gesichter und lernen weitere nette abenteuerlustige Reisende kennen.

Wir bleiben 2 Tage und genießen die Naturtherme mit verschieden temperierten Becken bis hin zum kalten Bach. Das bringt uns ganz schön ins Schwitzen und macht uns müde. Aber wir führen im heißen Wasser liegend gute Gespräche mit den Mitbadenden, genießen die Wärme und schauen abends den Mond und die Sterne an. Es sind schöne unterhaltsame Tage.

 

Reifenreparatur..

Wir sind geübt im Geräusche orten. Peter natürlich mehr als ich. Wir wissen meistens war beim Fahren der Schotterpiste scheppert oder quietscht. Es gibt bekannte Geräusche, die zwar zugeordnet aber nicht behoben werden können. Unbekannten Geräusche muss nachgegangen werden.

Und nun plötzlich dieses neue Geräusch: irgend etwas klackert... Wir hören eine Weile hin und versuchen zu orten. Peter meint, es kommt von den Reifen. Also Reifenkontrolle. Ich fahre langsam vor, so dass Peter die Reifen kontrollieren kann und wird tatsächlich am linken hinteren Reifen pfündig; in ihm steckt eine Schraube mit Unterlagscheibe. Auf der Wiese bei den Eco Termas packt er sein Reifenreparaturset aus und verdichtet das Loch mit einer Masse. Sieht auf den Fotos einfacher aus, als es letztendlich ist; er schafft es und das Loch ist geschlossen.

 

Wir reisen weiter zum Paque Nacional Conguillio aus dem Vulkan Llaima mit seinen 3152 m herausragt - schneebedeckt und immer noch aktiv ist. Bereits am Parkeingang werden wir vom Rancher auch die Gefahrenzone „gelb“ hingewiesen. Wir fahren durch eine Landschaft mit gespenstisch erkalteten Lavafeldern, teilweise hoch aufgetürmte Gesteinsbrocken oder landebahnbreite geronnene Lavaflüsse. Flüsse wurden zu Seen gestaut – zuletzt im Januar 2008. Das regnerische trübe Wetter verstärkt den gespenstischen Eindruck. Aber es blühen wieder Blumen und wachsen Farne auf dem Gestein.

Beeindruckend sind auch die Araukarien, Bäume die aufgrund ihrer Größe sehr alt sein müssen und ihrem Aussehen einen prähistorischen Eindruck hinterlassen. Hinter jeder Kurve lauert ein Dinosaurus!?

Wir übernachten im Park und haben erst mal keine Lust zum Weiterfahren, denn es stürmt und regnet. Gegen Mittag unternehmen wir eine Wanderung durch ein subtropisches Waldgebiet des Naturparks mit weiteren riesigen Bäumen (jetzt Südbuchen), Schilf und Farnen. In einem Reiseführer habe ich gelesen, dass die Bäume aufgrund ihres Alters bis zu 50 m hoch sind. Das glaube ich inzwischen!

 

Hallo Ihr Gau-Algesheimer und in Gau-Algesheim Geborene...

 

erinnert Ihr Euch noch, dass früher Punkt 12 Uhr jeden Tag die Sirenen heulten? Nicht weil es brannte, sondern damit die Leute im Feld und überall rundum wussten, dass es Mittag ist. Und unsere Mutter fuhr aus dem Feld heim, um für uns Kinder das Mittagessen zu kochen. Sie war fortschrittlich in allem was schnell ging. So hatte sie bereits in unserer Kindheit diverse Schnellkochtöpfe, so dass das Essen nach der Schule bereits fertig auf dem Tisch stand. (Peter benutzt im Womo auch einen Schnellkopftopf Oma Susi).

 

 

Ja und hier in Chile heulen auch um 12 Uhr die Sirenen. Das ist mir in mehreren Ortschaften aufgefallen.    

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Frany, Reante und Maria (Samstag, 30 Januar 2016)

    Muchos saludos de tres amigos de Alemania.
    Wir sitzen gerade zu dritt bei mir (nach einen Essen mit vollem Bauch) und lesen gemeinsam Euren Block , erfreuen uns an den wundervollen Beschreibungen Eurer Reise.

    Nos da mucha envidia el no poder estar con vosotros y disfrutar de estos impresionantes momentos.
    Pero después de la riquísima comida que nos ha preparado Frank, nos sentimos como dos chicas felices.
    Renate va a intentar mandaros el menú de esta noche. Fantástico. Qué bueno es tener amigos como Frank!
    Cuando volvais, repetimos.

    Hier schreibt mal die Reante - Ihr kennt mich auch unter Renate -
    Also die Speisekarte ist nun unterwegs und es hat leider nur noch ein Foto vom Nachtisch gereicht.
    Bei dem Anblick der Vorspeise und die Freude auf den Hauptgang hatte ich es doch vergessen dieses Erlebnis
    im Bild festzuhalten.
    Dann noch leckeren Nespresso serviert und wir genießen unsere vollen Bäuchlein.
    Haben Eure tollen Berichte wieder gelesen super und dann nun auch gleich eine Karte dabei ist, spart mir ganz viel Sucharbeit nach Eurem aktuellen Standort.

    saludos de tres gordos amigos












Besucherzaehler

Besuche