Bariloche – Lago Traful – Grenzübergang Argentinien nach Chile – Osorno – Frutillar (Erdbeerhausen) – Puerto Montt – Isla Grande de Chiloè

 

Es ist wahr geworden...

 

Die Frontscheibe des Autos ist zum 2. Mal super repariert und man sieht fast nichts mehr, obwohl der Schaden kreisrund und im Durchmesser 4 cm groß war. Super! Wir fahren völlig beglückt weiter. Zuvor holen wir unsere gewaschene Wäsche ab und versorgen uns mit Lebensmittel.

Unser Ziel ist der Rio bzw. Lago Traful. Dort soll es weniger turbulent  sein. Dafür sorgt schon die wirklich schwierige Schotterpiste. Am Anfang des Tals zum Lago Traful finden wir abends einen schönen Platz direkt am Fluss zum Übernachten. Die Umgebung ist traumhaft schön besonders in der Abendsonne, wunderschöne Bergformationen und wieder üppige grüne Landschaft.

Morgens dann die Weiterfahrt. Die chilenische Grenze ist nicht mehr weit und dort wollen wir hin. Wir genießen die schöne Landschaft, den See und die Ruhe. Unterwegs halten wir am See an und kochen Kartoffel, braten Lachs, verarbeiten Aubergine, Karotten, Paprika, Zwiebel, denn die nächste Fruchtkontrolle beim Grenzübergang nach Chile naht. Gekochte Speisen sind kein Problem.

 

Das haben wir bisher beim Grenzübergang noch nicht erlebt...

 

2 Stunden Wartezeit vor der argentinischen Grenze in einer kilometerlangen Schlange. Anschließend Menschenschlangen vor dem Ausreiseschalter und dem weiteren Schalter für die Ausführung des Fahrzeuges (Zoll)! Aber: Leute lernen sich dabei richtig nett kennen. Das schweißt schon irgendwie zusammen, dieses anstrengende Procedere. Peter und ich haben’s ja noch gut, weil unsere Zeit weitgehend unverplant ist. Mein Mitgefühl gilt den Eltern mit (vor allem Klein-) Kinder, die andere Bedürfnisse haben, als stundenlanges Warten in der heißen Sonne auf irgendetwas.... Aber irgendwann ist man durch.

Die chilenische Grenze ist 16 Km weiter weg und alle brausen so schnell es geht dorthin, um nicht in eine weitere Schlange zu geraten. Und - es gibt dort jede Menge Personal und die Einreise verläuft zügig bis auf die Fruchtkontrolle!!

Wir haben diesmal den Honig und abgepackte Wurst gut verstaut. Sonst sind wir u.E. sauber! Die Fruchtkontrolle wird zu Zweit durchgeführt. Zuerst im WOMO, dann müssen alle Klappen rund ums Auto geöffnet werden. Das war auch das erste Mal und was wird „beschlagnahmt“? Unsere Holzknüppel, die geschickt für die Wanderschaft sind. Ok, ich habe sie dem Kontrolleur geschenkt!

Das ganze Grenzprocedere hat diesmal 5 Stunden gedauert. Sonst geht das ratz fatz. Doch wir wissen: es ist Hochsaison. Im März soll wieder alles ruhig sein.

 

Wir wollen nun doch noch die Insel Chiloé besuchen. Das war uns auf dem Weg in den Süden nicht gelungen.

Unser Weg geht von der Grenze aus nach Osorno, einer Industrie- und Handelsstadt, mit 130 000 Einwohner vorbei Richtung Puerto Montt. Unterwegs sehen wir viele Maisfelder, blühende Landschaft, dichte grüne Bäume, jede Menge Rinder und Schafe. Vergleichsweise zum Norden kommt uns hier Chile üppig und dichter besiedelt vor. Im Hindergrund der Landschaft sehen wir die gewaltigen Schneespitzen der erloschenen Vulkane Osorno (2660 m) und Calbuco (2015).

Wir halten an in einem Ort Frutillar (Erdbeerhausen) am Lago Llanquihue. Dort haben sich in der Kolonialzeit viele Deutsche angesiedelt und ihre Nachkommen pflegen das Deutschtum. Wir sehen Häuser mit deutschen Namen gekennzeichnet, es gibt ein Deutsche Schule, Schwarzwaldhäuser, Essensangebote auf deutsch wie z.B. Kuchen, Streuselkuchen usw... Die Fahrzeuge der Bomberos sind mit „Feuerwehr“ beschriftet. Im nächsten Ort, Puerto Varas, steht eine Holzkirche „Iglesia del Sagrado Corazón, angeblich eine getreue Kopie einer Marienkirche aus dem Schwarzwald. Ich bin extra zwecks Foto zur Kirche gelaufen, um festzustellen, dass die Batterie leer war. 

Über Puerto Montt geht es in Pargua mit der Fähre zur Insel Chiloe. Die Nacht verbringen wir am Strand und treffen uns mit Möwen und Kühen.

Weiter auf der Insel tritt das Thema „Kirchen“ im Vordergrund. Über die Geschichte der Insel erfahre ich im Reiseführer, dass 1567 die Spanier die Insel in Besitz nahmen. Damals bewohnten Huilliche-Indianer das Land. Die eigentliche Kolonisierung kam 1607 mit den Jesuiten, die den katholischen Glauben und die Baukunst mitbrachten. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden 150 Kirchen gebaut. Sie sind alle aus Holz (Alerceschindeln) und/oder mit bunt bemaltem Blech verkleidet. Wir haben uns einige wenige Kirchen angesehen, die ihr in der Bildergalerie anschauen könnt. Sie sind sehr schön und schlicht in ihrer Ausführung.

 

Zuletzt sind wir in einem Ort kurz vor der Hauptstadt Castro. Wir bleiben zwei Tage und sehen uns den Hafen, den Künstlermarkt und die dortige Kirche an.

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Kommentare: 2
  • #1

    Renate (Donnerstag, 21 Januar 2016 23:09)

    Na Ihr zwei,
    Erdbeerhausen klingt gut. Gibt es da jetzt schon lecker Erdbeerkuchen????
    Maria Deine Klamotten werden immer luftiger, ich glaube es wird nun schon etwas wärmer was?
    Ich packe dann nur noch die ganz kurzen Teilchen ein. grins.
    Nein Peter es passt auch noch eine lange Hose, eine Windjacke , Handschuhe und Mütze rein.

  • #2

    Renate (Donnerstag, 21 Januar 2016 23:13)

    Oh Don Petro habe ganz vergessen zu fragen was Deine Vollkornbrot Backkünste eigentlich machen?
    Die Körner muss es ja auch dort geben. Im Land von Quinoa, Chia und Amaranth.

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