Mekka des Trekkings - El Chalten im Parque Nacional Los Galciares

Dieser Park ist größtenteils für normale BesucherInnen ,d.h für nicht professionelle Bergsteiger/Innen, unzugänglich. Wir sind im Nordteil in dem Ort El Chalten gelandet, dessen Attraktion die Bergwelt mit dem allgegenwärtigen Cerro Fitz Roy und Cerro Torre ausmacht. Lt. Reiseführer wurde El Chalten erst im Jahr 1985 gegründet, um „in dieser Region die territorialen Ansprüche Argentiniens gegenüber Chile durchzusetzen“. Heute treffen sich Elitekletterer/Innen und Wanderlustige aus aller Welt ... und wir jetzt auch ... also wanderlustig!

Zum Übernachten sind wir 37 km weiter gefahren, durch ein wunderschönes Flusstal, am Rio de las Vueltas entlang zum Lago del Desierto. Dort habe ich leider beim Fotografieren die Abdeckklappe der Kamera versenkt. (Lennard, wir brauchen einen Objektivdeckel mit Sonnenblende).

 

Wir wandern lustig los... im Mekka des Trekkings...

 

Eigentlich wollten wir um 6:00 h aufstehen und so schnell wie möglich auf den Berg. Heute soll die Sonne strahlen scheinen und alle Gipfel sichtbar sein. Die nächsten Tage werden nach Wettervorhersage unbeständig, kalt und windig. Es wird dann 6:30 h, auch gut. Wir ziehen unsere „Abenteuerhosen“ an (Oh-Ton Peter, auf Neu-Deutsch heißt das ja Outdoor-Klamotten) und packten den Rucksack. Eine Stunde Schotterpiste, dann der Parkplatz zum Loslaufen. Kaum stehen wir, um unser Wanderschuhe anzuziehen, kommen 2 Kleinbusse voll mit japanischen Mitwanderer/innen. Und jetzt passiert das, was Peter überhaupt nicht brauchen kann, er wandert im Pulk.

Bei passender Gelegenheit überholen wir die Gruppe und uns umgibt wieder Ruhe und Einsamkeit. Insgesamt sind wir mit Pausen zum Fotografieren, Schauen, Vespern oder Atem holen in ca. 8 h 18 km gelaufen, teilweise sehr steil den Berg hoch – und an unsere Grenzen gekommen. Ich etwas früher, leider kurz vor Erreichen des Gipfels. Mir ist es ins Kreuz gefahren und meine Bewegungsabläufe wurden dadurch ziemlich eingeschränkt. Ich entscheide mich umzukehren, denn der Weg bis zum Auto erfordert auch noch Einiges an Konstitution.

Peter geht weiter und berichtet, jeder Schritt habe sich für den Anblick der Gipfelregion des Fitz Roy gelohnt. (Für ihn nur noch 999 Dinge die man im Leben gesehen haben sollte.)

Bei meinem Abstieg kommen mir viele Menschen entgegen, die noch weiter unten schnaufend und mit hochroten Köpfen sich den Berg hinauf quälen. Da bin ich ziemlich stolz auf mich, dass ich überhaupt soweit gekommen bin.

Wir haben vielen jungen Menschen Platz gemacht, die mit einer erstaunlichen Leichtfüßigkeit den Berg hochgelaufen sind. Peter hat das an seine Wanderungen mit Norman in Spanien erinnert!!

 

An einem schönen klaren Fluss warte ich auf Peter und sehe den (inzwischen) Massen zu, die sich bei heißer Mittagssonne auf den Weg machen. Wir sind froh zeitig losgelaufen und zu den Ersten gehört zu haben.

 

Als wir am späteren Nachmittag am Auto ankommen, schmerzen uns unterschiedliche Körperteile (auf die wir an dieser Stelle nicht näher eingehen)  und wollen nur noch die Schuhe und die ‚Abenteuerklamotten’ los werden. Aber wir sind sehr zufrieden, was wir geschafft haben. Den Weg hat Euch Peter zur Veranschaulichung hier aufgezeigt.

 

Hey DaNi, hattest Du nicht gesagt, dass Deine Familie väterlicherseits aus Argentinien kommt? Du musst unbedingt diese Land kennen lernen.

 

Wir hatten ihn uns verdient: Ruhetag in El Chalten

 

Einkaufen, Kochen, Wäsche waschen, Lesen und Plausch mit unseren englischen Reisenachbarn, ein junges Paar, dass auch für längere Zeit  unterwegs ist.

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Kommentare: 1
  • #1

    Elke-burger@t-online.de (Donnerstag, 10 Dezember 2015 03:28)

    Hier in Costa Rica gibt es auch bei Wasserfall einen Nationalpark. Allerdings keine Japaner. Super zu eurer Wahnsinns Leistung. Das mit Schotter Pisten können wir auch nachvollziehen.

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