Bremsanzeige im Dauerbetrieb

Wir entscheiden, dass wir auf weitere Tage und Wanderungen im Park verzichten. Das Problem mit den Bremsen beunruhigt uns zu sehr. Vor dem Hauptgebäude der Parkverwaltung verbringen wir 3 Stunden mit super langsamen Internetabfragen, wo sich eine Daimlerwerkstatt befinden könnte. Außerdem kriecht Peter unter das Auto und fotografiert einen Schlauch für Frank, der aus der Halterung gebrochen ist, ob er abgerissen oder wirklich nur als Überlauf dient. Letzteres kann uns Frank per Whatsapp zu unserer Erleichterung bestätigen.

Nach einigem Hin und Her auch mit Hilfe Lauras von der Parkverwaltung,  die uns 2 freie Werkstätte nennt, verlassen wir den Park Perito Moreno mit dem Ziel des 250 km entfernten Ortes Gobernador Gregores. Die Daimlerniederlassungen sind alle über 800 km weit weg, im Norden oder ganz im Süden! Das ist uns zu weit oder die falsche Richtung. Mit einer Handskizze von Laura ausgerüstet machen wir uns auf den weiten Weg.

Werkstatt gefunden! Leider kann der Betreiber keine Bremsbelege wechseln, weil das Auto zu hoch ist und nicht in die Werkstatt passt. Wir sollen zu Zoto im Außenbezirk. Wieder gute Beschreibung und gefunden, aber niemand da! Es  ist immerhin schon 19:00 h.

Während wir besprechen am nächsten Morgen wieder zu kommen, nähert sich ein Mann im Auto. Er sagt, er habe uns gesehen und sein  Chef komme gleich. Dies geschah dann auch ziemlich schnell.

Peter hatte sich zuvor seine Probleme mit den Bremsen in Spanisch (Fachsprache Werkstatt/Auto) aufgeschrieben (el ferro del freno – argeninisch: pastilla (ll=sch) del freno). Chef Zoto sagt nach Untersuchung der Bremsbeläge, dass diese gut (!) sind und nicht das Problem. Peter und Zoto liegen dann gemeinsam unter dem Auto und es geht sehr lebhaft zu.

Letztlich ist es das Kabel zum Sensor, welches durch einen Steinschlag beschädigt und defekt war. Nachdem das Kabel zusammengezwirbelt wird, geht das Warnsignal am Display aus. Super und geniale Lösung, zumal wir zwar für die Vorderachse Bremsbeläge dabei haben aber nicht für die Hinterachse! Er gibt Peter noch den Tipp des „Langsam-fahrens“ auf den Pisten, aber hier geht eh nichts schnell. Das Kabel sollen wir in Chile  tauschen denn in Argentinien sei das viel zu teuer.

Wir sind auf jeden Fall sehr dankbar, dass uns recht unkonventionell und zu später Stunde geholfen wird. Zoto will nicht mal Geld für die Reparatur, bekommt aber trotzdem ein gutes Trinkgeld.

Wir fahren glücklich und erleichtert weiter und übernachten in einer ruhigen Ecke am Lago Cardiel.    

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