Probleme gelöst ?!

Donnerstag, der 12.11.15 war für uns ein super Tag. Wir wollten drei Dinge erledigen, was uns in Trelew alles gelungen ist.

Dafür sind wir sehr früh vom Pinguinparkplatz in Punta Tombo los gefahren. Es sollte

 

1.    ein Steinschlag mit Riss in der Frontscheibe ausgebessert werden, der auf der letzten Fahrt auf Schotterpiste entstanden ist.

2.    Peter wollte erneut versuchen das Gasproblem zu lösen (!)

3.    Es musste unbedingt Wäsche gewaschen werden.

Wir wussten, dass es in Trelew eine Mercedesvertetung gab. Wir haben sie sogar in dem Wirrwar der Stadt gefunden. Vom Verkauf wurden wir zum Kundendienst geschickt – auch gefunden – und von dort zu einem kleinen Reparaturbetrieb – ebenfalls gefunden. Allerdings war der Chef nicht da, so dass wir erst Mal um die Ecke einkaufen gegangen sind. Das ist immer eine spannende Sache, aber es klappt immer besser.

Nachdem wir zurück waren, wurde das Womo in einen Hof gefahren und die Reparatur durchgeführt. Das Ganze dauerte ca. 1 ½ Stunden mit viel Palaver, Womo gucken, aber alle sehr nett und hilfsbereit.

Von dort bekamen wir die Adresse der Lavanderia – gegen Mittag gefunden, wir werden immer besser – wo wir bevorzugt unsere Wäsche gewaschen bekamen. Wir durften sie am gleichen Abend um 20:30 h abholen. Und wie vereinbart war sie auch fertig, gewaschen, getrocknet und gefaltet für PETEAR.

Nachdem wir mittags in der Wäscherei waren, suchten wir die Gasstation (Planta de Gas) der Stadt auf, denn dort sollte es Gas (Propan) geben. Dort angekommen, war es kurz nach 12 h und der Laden in den Mittagsschlaf versunken. Wir sollten ab 14:00 h wieder kommen. So überbrückten wir die Zeit an einem ca. 10 km entfernten Strand in Rawson. In der Stadt war es uns bei über 30 Grad einfach zu heiss. Am Meer wehte der Wind, aber es waren immer noch Badewetter bei Wassertemeraturen so um die 18 Grad (brr!)

Gegen 16:00 h fuhren wir zurück und waren enorm gespannt, ob wir Gas bekommen würden und wie es eingefüllt werden könnte. Ich habe ja bereits von den Adapterlösungen berichtet. Und – es war kein Problem: Auf das Gelände durften wir nicht, jedoch fuhr der ein Lieferwagen außerhalb neben unser WOMO. Schlauch angeschlossen, noch ein bisschen mit Teflon eine undichte Klemme abgedichtet, 30 kg Gasflasche auf den Kopf gestellt und schon lief das Gas in den Tank. Das scheinbar Unmögliche wurde möglich!  

Jetzt Martina ist das Gasproblem gelöst und die Küche bleibt bis auf weiters warm!!!

Mit der Zeit standen 4-5 Männer um uns rum, schauten sich das Auto an und scherzten mit Peter. Da die hintere Klappe des WOMO offen stand, sah einer der Arbeiter unser kleines E-Bike. Er war davon sehr begeistert, informierte seine Kollegen, nahm sein Handy und fotografierte es. Nachdem der Tank randvoll war (ca. ¾ h dauert es  - alles geht langsam und mit Ruhe) holte Peter das Fahrrad raus, stellt extra das Turboprogramm ein und ließ die Kollegen damit fahren. Die Männer hatten einen Heidenspass und fuhren nacheinander die Straße rauf und runter und lachten sich dabei einen Ast. Das war so was von nett, dass wir später glücklich weiter gefahren sind. Wir müssen uns endlich keine Gedanken mehr machen, wie lange wir noch Kochen können.

 

„ Ebbes geht emmer! “



Nachtrag:


Mir wurde selbstgebackenes Brot mit Körner geschenkt, das wir momentan genießen....

 

In der Zeit zwischen 18:00 h (die Sache mit dem Gas war gerade erledigt) und 20:30 h (bis dahin sollten wir unsere Wäsche abholen) wollten wir uns ein Essen kochen und suchten dafür etwas außerhalb in der Nähe eines Flusses einen Platz. Aber die vorhandenen Zäune ließen dies nicht zu. Wir fragten also einen im Auto herankommenden Menschen, ob wir neben der Einfahrt kurze Zeit parken können. Er, Gonzales, hat uns mit in sein Anwesen genommen und einen Platz zugewiesen. Im Laufe des Gespräche stellte sich heraus, dass er mit einer deutschstämmigem Argentinierin verheiratet ist Diese, Petra, hieß uns auch direkt auf Deutsch willkommen. Wir hatten ein interessantes Gespräch über Einwanderung von Deutschen nach dem ersten Weltkrieg, aber auch über das Leben in Argentinien und wie es uns gefalle. Wir betätigen beiden, dass wir uns wohl fühlen – ich allerdings mit dem Weißbrot (sonst gibt es hier nichts) inzwischen meine Probleme habe. Worauf sie uns mit in ihre Wohnung nahm und ein frisch gebackenes Vollkornbrot mit  Körnern schenkte. Das war so toll, dass wir uns mit einer Tafel Ritter Sport (Steffi!!!) und einem Alpenkrimi revanchierten, so dass beide Seiten sehr glücklich waren.

Nachdem wir gekocht und gegessen hatten, verabschiedeten wir und von Gonzales und Petra, die in Hochzeitsvorbereitungen für Freunde steckten. Wir werden uns im Februar 2016 mit ihnen treffen. Beim Abschied hat uns Gonzales seine Adresse mitgegeben. Falls wir Probleme hätten, sollten wir uns unbedingt an ihn wenden.

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Kommentare: 1
  • #1

    Renate (Dienstag, 17 November 2015 00:17)

    Hallo Maria und Peter,
    ich habe dieses Bild genau vor meinem Auge - Peter und die Gauchos - Viel Spass für alle !!!
    Endlich gibt es wieder Peters riquisimo spaghetti aioli. Maria freut sich bestimmt schon darauf.
    Mir läuft dabei das Wasser im Mund zusammen. Darf ich mir das schon für Februar vorbestellen??
    Schmunzelnde Grüße
    Renate

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