Erste Tage

Am Montag, den 02. November 2015 bin ich morgens um 8:00 h in Buenos Aires  gelandet. Als ich aus der Abfertigungshalle heraus kam standen Unmengen von Menschen mit Schildern in der Hand da, um an ihre Gäste zu kommen. Ich fragte mich, ob Peter auch diese Idee hatte

 

– und siehe da, er stand mit erhobener Hand und Handy und das Display zeigte: Maria!

 

Wir haben uns also punktgenau getroffen, denn ich hatte schon ein bisschen Angst, alleine in Buenos Aires sein zu müssen, um auf ihn zu warten. Die Stadt ist riesig, geschätzt 14 Millionen Menschen (2015) lassen das Leben dort pulsieren.

Wir sind also zuerst mit dem WOMO auf einen Parkplatz direkt am Hafen, unweit von der City gefahren. Kaum geparkt, legten doch tatsächlich mit viel Radau 2 Kriegsschiffe direkt hinter uns an. Trotz Müdigkeit (in Deutschland waren wir immerhin fünf Stunden weiter und die Nacht im Flieger war nicht besonders erholsam), sind wir in die Stadt gegangen. Wir haben uns die Füße wund gelaufen – also eher ich - um eine Telefonkarte zu besorgen und Geld auf dem Blaumarkt zu wechseln. Und es hat sich gelohnt: prächtige Häuser, an jeder Ecke geschichtsträchtige Sehenswürdigkeiten, viele Menschen, unglaublich viel Verkehr...

 

Am nächsten Tag habe ich mich im WOMO eingerichtet.

Probleme mit der Gasversorgung wurden deutlich, deren Lösung noch nicht gefunden ist. Das war anstrengend für Peter, denn wir sind in BA kreuz und quer gefahren, zu Adressen, die wir mühsam fanden, um mit diversen Handwerkern auf spanisch zu palavern und zu erklären, was wir brauchen.... Um dann zu hören, dass das vorhandene Erdgas nicht für unseren Gasbetrieb geeignet und das von uns benötigte Gas nicht in Argentinien vorhanden ist.

 

Ein weiteres Problem war, dass sich der Router bei dem Versuch, ihm eine spanische Karte einzuverleiben, sich verabschiedete. Um ihn neu zu konfigurieren braucht Peter ein Netzkabel samt Windows-PC, was wir aber nicht haben. Deshalb funktioniert z.Zt. nur selten und kurzeitig  der Internetzugang. Also müsst Ihr etwas Geduld mit uns haben.

 

Trotz allem haben wir uns auf dem Weg in den Süden Richtung Patagonien aufgemacht. Zuvor versuchten wir Kontakt zu einer Person aufzunehmen, der uns evtl. in der Gasfrage weiterhelfen könnte, haben ihn aber leider nicht angetroffen.  Da wir schon mal in der Nahe waren, sind wir in das 35 km nördlich gelegene Städtchen Tigre gefahren. Es grenzt direkt an das Delta des Rio Parana’, dem mit 4500 km zweitgrößte Fluss Südamerikas.

Wir sind dort mit dem Boot in das Delta gefahren. Die Wasserwege haben sich immer weiter verengt und verzweigt. An den Ufern gab es ein buntes Allerlei an Stegen, Booten und auf Stelzen gestellte Häuser. Wenn man sich die evtl. Mücken wegdenkt, wäre hier der ideale Platz zum Wohnen.

Es dauerte anschließend ziemlich lange, bis wir den Dunstkreis von Buenos Aires verlassen hatten. Die Landschaft veränderte sich, wurde weit und grün – mit endlosen Gruppen von Rindviechern, schwarz, braun, gescheckt... Ellenlange gerade Straßen, Lastwagen und ständig Zahlstellen... Unser Ziel war die Atlantikküste zwischen Necochea und Punta Alta. Wir schafften aber nur die ½ der Strecke und nach Las Flores kamen wir zu einem kleinen Ort Cachari. Ich fand, dass er aussah wie die Städte im Film-Wildwesten. Allerdings haben wir keinen Cowboy auf Pferd gesehen. Es war auch schon dunkel, der Campingplatz geschlossen (hier ist keine Saison, so dass wir immer wieder vor Geschlossenem stehen), also haben wir bei der Tanke gefragt, ob wir auf dem Parkplatz schlafen können. Das war kein Problem.

Überhaupt, die Leute, die wir treffen sind alle sehr nett und hilfsbereit. Prima geschlafen, gefrühstückt, getankt, bedankt und weiter Richtung Süden.

Wir haben gegen 17:00 h unser Ziel erreicht. Heute war es ziemlich warm und einige Leute am Strand beim Erwerb der ersten Bräune. Wir haben beschlossen, hier zu übernachten. Der Strand ist lang breit und quasi leer. Nach dem Essen konnten wir die untergehende Sonne sehen und jetzt die Sterne, verbunden mit Meeresrauschen. Klingt ein bisschen kitschig, ist aber sehr schön.

Ihr seid sicherlich alle am Schlafen, denn in Deutschland ist es u.E. 3:00 h in der früh.

Bis bald...

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Kommentare: 4
  • #1

    Martina (Freitag, 06 November 2015 21:05)

    Schön zu lesen, daß Du gut angekommen bist. Die ersten Eindrücke klingen schon mal sehr spannend. Überall neue Herausforderungen. Bin gespannt wie das Gasproblem gelöst wird. Gute Weiterfahrt!

  • #2

    Renate (Sonntag, 08 November 2015 19:30)

    Ja der Beginn von Eurer Reise ließt sich ja schon mit einigen Startproblemen.
    Doch es wäre nicht Peter, der auch diese Probleme lösen kann !!!
    Wärme, Sonnenuntergang, Sterne und Meeresrauschen gibt doch eine Entschädigung für die Strapazen.
    Laßt es Euch trotz allem gut gehen.

  • #3

    Herdweg 13 (Mittwoch, 11 November 2015 23:22)

    Viele liebe grüße von uns allen,klingt nach ner sehr interessanten Reise,tolle Bilder.Bei uns ist alles gut. Lg Simi,Flo,Justin, Leon und Dani

  • #4

    Rita (Sonntag, 15 November 2015 18:37)

    Gärtringen, 15.11.2015
    Liebe Maria und lieber Peter,
    wir lesen Eure Reisebeschreibungen mit großem Interesse. Ich verfolge die Stationen auf
    der Landkarte.
    Ich wünsche Euch weiterhin schöne Erlebnisse und Gelassenheit wenn etwas noch nicht
    klappt.
    Lasst es Euch gut gehen.
    Alles Liebe
    Rita

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